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Jimmy Carter - Neununddreißigster Präsident der Vereinigten Staaten

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Jimmy Carters Kindheit und Ausbildung:

James Earl Carter wurde am 1. Oktober 1924 in Plains, Georgia, geboren. Er wuchs in Archery, Georgia, auf. Sein Vater war Beamter vor Ort. Jimmy ist auf den Feldern aufgewachsen, um Geld zu verdienen. Er besuchte öffentliche Schulen in Plains, Georgia. Nach dem Abitur besuchte er das Georgia Institute of Technology, bevor er 1943 in die US Naval Academy aufgenommen wurde, von der er 1946 seinen Abschluss machte.

Familienbande:

Carter war der Sohn von James Earl Carter, Sr., einem Landwirt und Beamten, und Bessie Lillian Gordy, einer freiwilligen Mitarbeiterin des Peace Corps. Er hatte zwei Schwestern, Gloria und Ruth, und einen Bruder, Billy. Am 7. Juli 1946 heiratete Carter Eleanor Rosalynn Smith. Sie war Ruths beste Freundin. Zusammen hatten sie drei Söhne und eine Tochter. Seine Tochter Amy war ein Kind, während Carter im Weißen Haus war.

Militärdienst:

Carter trat der Marine von 1946-53 bei. Er begann als Fähnrich. Er besuchte die U-Boot-Schule und war an Bord des U-Bootes stationiert Butterfisch. Er wurde dann 1950 auf ein U-Boot gesetzt. Anschließend studierte er Kernphysik und wurde zum Ingenieur eines der ersten Atom-U-Boote ernannt. Nach dem Tod seines Vaters trat er 1953 von der Marine zurück.

Karriere vor der Präsidentschaft:

Nachdem er 1953 das Militär verlassen hatte, kehrte er nach Plains, Georgia, zurück, um nach dem Tod seines Vaters auf der Farm zu helfen. Er baute das Erdnussgeschäft so aus, dass er sehr wohlhabend wurde. Carter diente von 1963 bis 1967 im Senat von Georgia. Im Jahr 1971 wurde Carter der Gouverneur von Georgia. 1976 war er der Dark Horse Kandidat für das Präsidentenamt. Die Kampagne drehte sich um Fords Begnadigung von Nixon. Carter gewann mit knapp 50% der Stimmen und 297 von 538 Wahlstimmen.

Präsident werden:

Carter erklärte 1974 seine Kandidatur für die Nominierung zum demokratischen Präsidenten. Er hatte die Idee, nach dem Debakel von Watergate das Vertrauen wiederherzustellen. Er wurde von dem republikanischen Präsidenten Gerald Ford abgelehnt. Die Abstimmung war sehr knapp: Carter gewann 50% der Stimmen und 297 von 538 Wahlstimmen.

Ereignisse und Erfolge der Präsidentschaft von Jimmy Carter:

An Carters erstem Tag im Amt entschuldigte er sich für alle, die in der Zeit des Vietnamkrieges dem Entwurf ausgewichen waren. Er entschuldigte jedoch keine Deserteure. Trotzdem waren seine Aktionen für viele Veteranen beleidigend.

Energie war ein großes Problem bei der Verwaltung von Carter. Aufgrund des Vorfalls auf Three Mile Island waren strengere Vorschriften für Kernenergieanlagen erforderlich. Ferner wurde das Energieministerium geschaffen.

Ein Großteil von Carters Zeit als Präsident wurde mit diplomatischen Fragen verbracht. 1978 lud Präsident Carter den ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat und den israelischen Premierminister Menachem Begin zu Friedensgesprächen nach Camp David ein. Dies führte 1979 zu einem formellen Friedensvertrag. 1979 wurden offiziell diplomatische Beziehungen zwischen China und den USA aufgenommen.

Am 4. November 1979 wurde die US-Botschaft in Teheran, Iran, beschlagnahmt und 60 Amerikaner als Geiseln genommen. 52 der Geiseln wurden länger als ein Jahr festgehalten. Carter setzte die Ölimporte aus dem Iran aus und der UN-Sicherheitsrat forderte die Freilassung der Geiseln. Er verhängte Wirtschaftssanktionen. 1980 versuchte er auch, die Geiseln zu retten. Drei Hubschrauber hatten jedoch eine Fehlfunktion und konnten die Rettung nicht durchführen. Schließlich stimmte der Ayatollah Khomeini zu, die Geiseln im Austausch für das Auftauen iranischer Vermögenswerte in den USA freizulassen. Sie wurden jedoch erst freigelassen, als Reagan Präsident wurde. Die Geiselkrise war ein Grund dafür, dass Carter die Wiederwahl nicht gewann.

Zeit nach dem Präsidenten:

Carter verließ die Präsidentschaft am 20. Januar 1981, nachdem er gegen Ronald Reagan verloren hatte. Er zog sich nach Plains, Georgia, zurück. Er wurde eine wichtige Figur in Habitat for Humanity. Carter war an diplomatischen Bemühungen beteiligt, unter anderem an der Ausarbeitung eines Abkommens mit Nordkorea. Er wurde 2002 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Historische Bedeutung:

Carter war Präsident zu einer Zeit, in der Energiefragen im Vordergrund standen. Während seiner Zeit wurde das Energieministerium gegründet. Darüber hinaus hat der Vorfall auf Three Mile Island mögliche Probleme aufgezeigt, die mit der Nutzung der Kernenergie verbunden sind. Carter ist auch wichtig für seinen Beitrag zum Nahost-Friedensprozess mit den Camp David-Abkommen von 1972.